ProVeg International startet Petition mit Unterstützung von Oatly und Upfield
Mit dem Ziel, die Bezeichnungen für Alternativen zu Milcherzeugnissen weiter einzuschränken, stimmte die EU Ende 2020 für einen Änderungsantrag. ProVeg fordert nun in einer Petition, unterstützt von Oatly und Upfield, die Zensur pflanzenbasierter Alternativen zu stoppen.
Petition soll drohende Zensur pflanzlicher Produkte stoppen
Der Änderungsantrag 171 zielt darauf ab, bestehende Beschränkungen rund um die Verwendung von Begriffen, die auf Milch Bezug nehmen, bei der Beschreibung oder Verpackung von pflanzlichen Lebensmitteln noch drastisch zu erweitern. Darunter fallen Ausdrücke wie „enthält keine Milch“. ProVeg, Oatly und Upfield rufen die Lebensmittelindustrie und die Öffentlichkeit dazu auf, sich für eine pflanzlichere Zukunft einzusetzen und mit der Unterzeichnung der Petition ein Zeichen gegen den Änderungsantrag 171 zu setzen.
Wettbewerbsfähigkeit der Produzenten von Milcherzeugnisalternativen bedroht
Der pflanzenbasierte Sektor äußert sich besorgt angesichts weiterer Einschränkungen. Die geplanten Regulierungen würden es Verbrauchern trotz stetig steigender Nachfrage erschweren, pflanzliche Lebensmittel als Alternativen zu Kuhmilchprodukten zu erkennen und diese bewusst zu wählen. Das Recht der Verbraucher auf Information und das Recht der Unternehmen auf fairen Wettbewerb sind bedroht.
Europäische Hersteller von pflanzlichen Milchalternativen dürfen Begriffe wie „Hafermilch“ und „Sojajoghurt“ bereits nicht mehr verwenden. Der gestellte Änderungsantrag würde jegliche Verwendung von entsprechenden Begriffen in der Werbung oder auf den Verpackungen pflanzlicher Milchprodukte verbieten. Noch bizarrer: Wird der Änderungsantrag umgesetzt, könnte es Marken aus dem pflanzenbasierten Sektor sogar verboten sein, Bilder ihrer eigenen Produkte für Marketingzwecke zu verwenden.
Die globale Kampagne von ProVeg zur Verhinderung des „Veggie-Burger-Verbots“ erregte im Oktober 2020 weltweit Aufmerksamkeit. Infolgedessen reagierte der überwiegende Teil der Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf den öffentlichen Druck und stimmte gegen das Verbot. Doch während sich die weltweite Öffentlichkeit auf den Veggie-Burger fokussierte, stimmten 386 Europa-Abgeordnete (54 %) für den Änderungsantrag 171, der sich auf pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten bezieht.
In der Praxis könnte Folgendes verboten werden:
- die Beschreibung der Eigenschaften eines pflanzlichen Lebensmittels – Geschmack, Textur oder Verwendungszweck – durch Bezugnahme auf die bekannte „Kuhmilch“-Terminologie, beispielsweise Formulierungen wie „wie Milch“, „sahnige Konsistenz“ oder „wie Butter“. Darunter fallen auch informative Beschreibungen sachlicher Natur wie „geeignet für Personen mit Laktoseintoleranz“ oder „pflanzliche Alternative zu Joghurt“.
- der Vergleich des CO2-Fußabdrucks eines pflanzenbasierten Lebensmittels mit seinem tierischen Pendant.
- die Verwendung von Bildmaterial, das mit Kuhmilchprodukten verwechselt werden könnte – zum Beispiel aufgeschlagener weißer Schaum, der in einen Cappuccino gegeben wird.
- In seiner restriktivsten Auslegung könnte der Antrag zu einem Verbot von Verpackungen für pflanzliche Lebensmittel führen, die optisch denen von Milchprodukten ähneln.
- Unterschreiben und teilen Sie die Petition von ProVeg, Oatly und Upfield gegen die Zensur des pflanzlichen Sektors: https://stopam171.com/
- Verwenden Sie in Ihrer Social-Media-Kommunikation die Hashtags: #StopPlantBasedCensorship #StopAM171
Für weitere Informationen kontaktieren Sie:
Paula Rassmann
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Sophie Ritter
[email protected]
Simon Temps
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Hinweise für die Redaktion:
ProVeg
ProVeg ist eine international führende Ernährungsorganisation, deren Mission es ist, den weltweiten Konsum tierischer Produkte bis zum Jahr 2040 um 50 % zu reduzieren. ProVeg arbeitet mit internationalen Entscheidungsgremien, Regierungen, Nahrungsmittelproduzenten, Investorengruppen, den Medien und der breiten Öffentlichkeit zusammen, um den weltweiten Übergang zu einer Gesellschaft und Wirtschaft zu unterstützen, die weniger von der Tierhaltung abhängig und nachhaltiger für Menschen, Tiere und den Planeten ist. ProVeg hält den Beobachterstatus des „United Nations Framework Convention on Climate Change“, ist für die Generalversammlung der Vereinten Nationen akkreditiert und hat den „United Nations Momentum for Change Award“ erhalten.
www.proveg.com
Oatly
Oatly ist ein weltweit führendes Lebensmittelunternehmen, das die Vorteile von pflanzlicher Ernährung sowohl aus ernährungswissenschaftlichen als auch aus Nachhaltigkeitsaspekten fordert, um einen positiven gesellschaftlichen Wandel zu bewirken. Das Unternehmen wurde in den 1990er Jahren gegründet und entstand aus einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt der Universität Lund. Heute bietet das Unternehmen eine breite Palette an nahrhaften und nachhaltigen Produkten auf Haferbasis an. Oatly nutzt eine patentierte Enzymtechnologie, die den Prozess der Natur kopiert und ballaststoffreichen Hafer in nahrhafte Drinks verwandelt. Oatly beschäftigt derzeit etwa 800 Mitarbeiter in Europa, Nordamerika und Asien, mit dem globalen Hauptsitz in Malmö, Schweden und regionalen Büros in New York, London, Berlin, Amsterdam, Helsinki, Shanghai und Hongkong.
www.oatly.com
Upfield
Upfield ist der weltweit führende Hersteller von Aufstrichen auf pflanzlicher Basis, die als Brotaufstrich, zum Kochen, Braten, Backen und Verfeinern von Gerichten aller Art eingesetzt werden. Zu den mehr als 100 Marken des Unternehmens gehören in Deutschland Rama, Lätta und Becel ProActiv. Unser Hauptsitz befindet sich in Amsterdam. Wir verkaufen unsere Produkte in mehr als 95 Ländern und betreiben international 15 Produktionsstätten, darunter zwei in Deutschland. Weltweit beschäftigt Upfield rund 4.100 Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, pflanzliche Nahrungsmittel herzustellen, die gut schmecken, eine hervorragende Qualität haben und es Verbrauchern ermöglichen, eine klimafreundliche, pflanzliche Ernährung in ihre tägliche Routine zu integrieren. Bereits seit 1871 sind wir führend in der Herstellung von pflanzenbasierten Aufstrichen. Mit dieser Expertise und unseren Produkten wollen wir einen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft für Mensch und Umwelt leisten. Weitere Informationen unter
www.upfield.com
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