Unter dem diesjährigen Leitthema „Beyond the Hype: Resilient Systems, Cross-Industry Alliances“ bringt die New Food Conference 2026 führende Köpfe aus Lebensmittelindustrie, Handel, Agrarwirtschaft, Investment und Politik zusammen. Gemeinsam zeigen die Akteure, wie sie den gereiften Start-up-Markt für pflanzenbasierte und alternative Proteine als gefestigten Industriezweig etablieren. Am 25. August 2026 findet die Fachkonferenz der Ernährungsorganisation ProVeg International im ehemaligen Gasometer auf dem EUREF-Campus in Berlin statt.
- Datum: 25. August 2026
- Uhrzeit: 9 bis 18 Uhr + Netzwerkabend
- Ort: Berlin, EUREF-Campus, Gasometer
- Konferenzsprache: Englisch
Das Konferenzprogramm bündelt die Wertschöpfungskette in drei thematischen Schwerpunkten: „Volumes & Scale“ zeigt, wie der Handel pflanzliche Einkaufsroutinen verankert und produzierende Unternehmen systemische Skalierungshürden überwinden. Im Mittelpunkt von „Health, Technology & Taste“ stehen die rentable Produktion der Generation „Plant-based 2.0“ und moderne Gesundheitsdebatten, die das Konsumverhalten prägen. „Protein Sovereignty“ liefert den strategischen Rahmen, um Lieferkettenkrisen durch passende Verträge und gezielte Steuerung in Wachstumschancen zu verwandeln.
Als diesjähriger Hauptsponsor ermöglicht Lidl in Deutschland den branchenübergreifenden Austausch. Der Lebensmitteleinzelhändler fördert pflanzliche Alternativen, indem er Preisvorteile bietet und sein Sortiment strategisch ausbaut.
In Impulsvorträgen, Keynotes und Panels geben unter anderem Denise Blömers, Miriam Überall, Mark Evans, Patricia Rishi Sundstrom und Prof. Dr. Peter Feindt Einblicke in die entscheidenden Stationen der Wertschöpfungskette.
Marktdurchdringung und Unternehmensrealität
Starke Kategorien sind im Preiseinstiegssegment der Eigenmarken inzwischen meist günstiger als tierische Vergleichsprodukte. Im Handel zählen damit Normalisierung und Profitabilität. Wie sich das Einkaufsverhalten verschiebt und Alternativprodukte ihren Platz im Massenmarkt finden, belegt Handelsexpertin Denise Blömers von YouGov.
Um die entstehenden Volumen-Ziele bedienen zu können, braucht es großindustrielle Produktion. Miriam Überall von Bain & Company und PeakBridge VC warnt jedoch vor systemischen Barrieren: Die größte Hürde für pflanzliche Innovationen sei selten das Produkt selbst, sondern vielmehr die risikoaverse Kultur in den Unternehmen. Die Innovationsexpertin mit über 20 Jahren Forschungserfahrung in Konzernen wie Unilever und Kraft Heinz zeigt auf, wie Unternehmen interne Blockaden überwinden und Entwicklungsvorgaben in marktfähige Volumina übersetzen.
Technologie, Rentabilität und Gesundheit
Die nächste Generation von Alternativprodukten wird zum industriellen Standard, wenn sie streng wirtschaftlich tragfähig ist und verlässlich positive Margen aufweist. Diese Perspektive bringt Mark Evans, Geschäftsführer von Upp Farm, in die Panel-Debatte zur Entwicklung der nächsten Produktgeneration ein. Geschmack und Preis sollten dank zielgerichteter Entwicklungsarbeit bereits ab Werk stimmen. Der Themenschwerpunkt greift außerdem moderne Gesundheitsdebatten auf, die Kaufentscheidungen beeinflussen, von Erkenntnissen der Forschung über Langlebigkeit bis hin zu GLP-1-Agonisten als Medikament zur Gewichtsreduktion.
Stabile Lieferketten und politische Leitplanken
Versorgungssicherheit beginnt auf dem Acker. Doch der Proteinausbau stockt oft an der fehlenden wirtschaftlichen Absicherung der Landwirte oder der unzureichenden Infrastruktur zwischen Landwirtschaft und Markt. Wie sich diese Lücke durch kluge Beschaffungsstrategien schließen lässt, erörtert Patricia Rishi Sundstrom, Geschäftsführerin des Farm Adaptation Network und ehemalige regenerative Landwirtin, in der Panel-Debatte zu Anbauverträgen.
Damit geopolitische Krisen oder unfairer Wettbewerb die so entstehende Infrastruktur nicht gefährden, braucht es verlässliche europäische Rahmenbedingungen, die der Industrie langfristige Investitionssicherheit garantieren. Prof. Dr. Peter Feindt vom Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) des Bundeslandwirtschaftsministeriums bringt dessen aktuelle Empfehlungen zur Förderung von Alternativprodukten in die europäische Panel-Debatte ein.
Tickets und das Konferenzprogramm sind erhältlich unter:
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Über die New Food Conference
Die New Food Conference ist eine führende internationale Fachkonferenz für pflanzenbasierte und alternative Proteine. Seit 2019 vernetzt die von ProVeg International in Berlin ausgerichtete Veranstaltung Führungskräfte aus Lebensmittelindustrie, Handel, Politik, Agrarwirtschaft und Investment, um zukunftsfähigen Branchenlösungen den Weg zu ebnen. Unter dem Leitthema „Beyond the Hype: Resilient Systems, Cross-Industry Alliances“ widmet sich die Plattform 2026 der nächsten Wachstumsphase und zeigt, wie Unternehmen resiliente Wertschöpfungsketten aufbauen und den Sektor zum etablierten Industriezweig skalieren. Die Konferenz wird in englischer Sprache abgehalten.
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