Corporate Engagement

Ranking der Markengastronomie 2026: Hier gibt es das beste pflanzliche Angebot

Seit 2018 analysiert ProVeg gemeinsam mit dem Branchenmagazin foodservice das pflanzliche Angebot Deutschlands größter Unternehmen der Markengastronomie. Erstmals erstreckt sich 2026 das ProVeg-Ranking über 3 Kernbereiche und durchleuchtet nun auch das Snackangebot von Backshops.

Vom Ofen bis zum Grill: Neue Struktur des Rankings

Anders als in den Rankings zuvor wurden die Unternehmen beim ProVeg-Ranking 2026 in 3 Geschäftszweige unterteilt: Burger, Pizza/Pasta und Backshops. Während die meisten Unternehmen der Segmente Burger und Pizza/Pasta bereits Teil vergangener Erhebungen waren, haben wir dieses Jahr mit Backshops einen ganz neuen Geschäftszweig durchleuchtet. Ebenfalls neu dabei sind das Burgerrestaurant Burgermeister und der Lieferdienst Mundfein.

Premiere für Backshops: Snack-Konzepte im Fokus

Das Segment Backshops umfasst 10 große Backketten in Deutschland. Anders als bei den anderen beiden Segmenten liegt der Fokus in diesem Geschäftszweig eher auf herzhaften und süßen Snacks als auf vollständigen Mahlzeiten. Dieser wachsende Markt hat eine hohe Alltagsrelevanz, weshalb das Segment besonders interessant ist. Die Aufteilung des Rankings in 3 unterschiedliche Geschäftszweige haben wir zugunsten besserer Vergleichbarkeit vorgenommen. Unternehmen, die sich ein Kerngeschäft teilen, begegnen ähnlichen Möglichkeiten und Herausforderungen, um ihr pflanzliches Angebot attraktiver zu gestalten.

New Food Conference 2026

Am 25. August 2026 treffen sich auf der New Food Conference in Berlin wieder Fachleute aus der Lebensmittelindustrie und Gastronomie, um sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich „plant-based“ auszutauschen.

Und die Gewinner sind …

Erstmals gehen aus dem ProVeg-Ranking 3 Gewinner hervor: Hans im Glück, Domino’s Pizza und Backwerk.

Segment Burger: Hans im Glück sticht hervor

Die Burgerkette Hans im Glück ist in den Top 10 des ProVeg-Rankings schon lange zu Hause. Hier ist die Auswahl an Veggie-Burgern und Fleischalternativen – neben Salaten und Bowls – groß. Wer Nuggets bestellt, bekommt standardmäßig pflanzliche Nuggets aus einer Hähnchenalternative. Die Desserts können sich ebenfalls sehen lassen. Auch was den Preis angeht, haben pflanzliche Gerichte die Nase vorn. Im Ranking erzielt die Burgerkette 28,6 Punkte und landet damit vor Peter Pane und Burger King auf dem 1. Platz im Segment Burger.

Balkendiagramm des Restaurantketten-Rankings 2026 der deutschen Fast-Food-Ketten nach Punkten. Hans im Glück führt, gefolgt von Peter Pane und Burger King. Kategorien: Speisekarte & Auswahl, Alternativen, Marketing & Strategie. Enthaltene Logos.

Segment Pizza/Pasta: Domino’s Pizza sichert sich den 1. Platz

Auch die Restaurantkette Domino’s Pizza sticht mit ihrem pflanzlichen Angebot schon in früheren Erhebungen hervor. Von der Vorspeise bis zum Dessert werden hier alle fündig. Abseits von Churros und Sorbet gibt es hier neuerdings „Cinnamon Rolls mit Sweet Icing Dip“ für alle, die es gern süß mögen. Wer Lust auf Pizza hat, kann zwischen 2 verschiedenen Fleischalternativen wählen: „Filetstücke Hähnchen-Style“ und „Sojaaufschnitt Typ Salami“. Außerdem gibt es Pizzabrötchen mit Käse- und Salami-Alternative. Domino’s Pizza liegt mit 21,1 Punkten knapp vor L’Osteria und Call a Pizza und belegt damit den 1. Platz im Segment Pizza/Pasta.

Ein Balkendiagramm zeigt das Restaurantkette-Ranking 2026 von zehn Pizzaketten in Deutschland, mit Domino's an erster Stelle, gefolgt von L'Osteria und Call a Pizza. Die Balken zeigen Punkte für Angebot, Alternativen und Marketing. ProVeg und Foodservice-Logos sind enthalten.

Eine vielfältige Auswahl pflanzlicher Speisen ist heute ein zentraler Bestandteil eines zeitgemäßen Angebots im Außer‑Haus‑Markt. Mit unserer großen Angebotsvielfalt, von Vorspeisen über Pizzen und Pasta bis hin zu Desserts, möchten wir zeigen: Wir sind der Pizza‑Delivery‑Dienst für alle.

Liv Windau

Leiterin Produktentwicklung und Sortiment, Domino’s Pizza Deutschland

Segment Backshops: Backwerk hat die Nase vorn

Backwerk wurde dieses Jahr beim ProVeg-Ranking zum 1. Mal unter die Lupe genommen. Wer Lust auf eine herzhafte Zwischenmahlzeit hat, findet hier von „Plant Based Crunchy Chicken“ über „Kaiserbrötchen Rösti“ bis hin zu „Pane Avocado-Hummus“ eine große Auswahl an pflanzlichen Leckereien. Auch Falafel und Spinat-Börek sind erhältlich. Für den Hunger auf Süßes ist mit 3 verschiedenen Snacks gesorgt. Hafermilch gibt es in jedem Store zur Auswahl. Backwerk liegt mit 22,1 Punkten ganz vorn im Segment Backshops und lässt damit Kamps und Back-Factory knapp hinter sich.

Ein Balkendiagramm mit dem Titel ProVeg-Ranking der Markengastronomie 2026 zeigt ein Restaurantketten-Ranking von 10 Bäckereimarken nach Punkten in den Bereichen Speisen und Sortimente, Alternativen sowie Marketing und Strategie, wobei Backwerk an der Spitze liegt.

Warum tierisch, wenn pflanzlich überzeugt?

Der Geschäftszweig Backshops legt vor: Blätterteigprodukte wie Vanillestangen, Kirsch- und Apfelkörbchen werden bei Backwerk und Back-Factory ausschließlich pflanzlich angeboten. Eine tierische Variante? Nicht nötig. Das gilt auch für den Schokomuffin und Torten-Varianten von Junge Die Bäckerei sowie für Franzbrötchen, Apfeltasche und Schweinsohr bei Kamps.

Apfeltasche, Schweinsohr und Franzbrötchen sind bei uns schon seit vielen Jahren rein pflanzlich – so lange, dass das für unsere Kundinnen und Kunden im Alltag eigentlich gar kein Thema mehr ist. Sie kaufen diese Gebäcke vor allem, weil sie einfach gut schmecken.

Marcel Harnau

Leiter Marketing, Kamps

Zugreifen und genießen: So vielfältig kann pflanzlicher Genuss sein (Bilder: Hans im Glück, Domino’s Pizza und Backwerk)

Backshops: Potenzial zum Vorbild der gesamten Branche

Backshops zeigen nicht nur, wie pflanzliche Produkte ganz selbstverständlich das Sortiment ergänzen können, mit ihrem Fokus auf Snacks bedienen sie zudem einen stark nachgefragten Markt. Dennoch ist das pflanzliche Angebot regional sehr unterschiedlich und sollte für eine flächendeckende Wirkung weiter ausgebaut werden.

Pflanzliches Erfolgsrezept

Das pflanzliche Angebot in der Gastronomie entwickelt sich stetig weiter. Ob Burger, Pizza/Pasta oder Backshops: Die Gewinner des ProVeg-Rankings der Markengastronomie 2026 zeigen, wie gut „plant-based“ funktionieren kann.

Vielseitiges Angebot

Ein erfolgreiches veganes Angebot ist vielseitig und abwechslungsreich. Für die Einführung neuer pflanzlicher Alternativen eignen sich Aktionszeiträume wie der Veganuary im Januar. Um Gäste nachhaltig vom Sortiment zu überzeugen, sollten neue Angebote nicht nur über kurze Zeiträume aufgenommen, sondern langfristig im Sortiment verankert werden. Unternehmen im Kernbereich Pizza/Pasta haben dies mit pflanzlichen Käse-Alternativen bereits weitreichend umgesetzt. Diese gibt es in fast allen Stores als Option – wenn auch teils mit Aufpreis.

Durchdachte Kommunikation

Ob ein pflanzliches Angebot angenommen wird, entscheidet sich oft bereits bei der Produktbezeichnung. Hier empfehlen sich Bezeichnungen wie „Schlemmertraum“, „Seelenwärmer“ oder „Knusper-Burger“, die bereits beim Lesen Appetit machen. Unauffällige Icons bieten zudem einen Überblick, ohne zu aufdringlich zu wirken. Unternehmen des Segments Burger sind echte Profis in diesem Bereich und zeigen, wie gutes Marketing und Kommunikation funktionieren kann.

Attraktive Preisgestaltung

Angesichts knapper Geldbeutel ist ein Preisvorteil nach wie vor ein entscheidendes Kaufkriterium. Hier nehmen Backshops eine vorbildliche Rolle ein und bieten ihre pflanzlichen Produkte meist zum gleichen Preis an wie ihre tierischen Pendants. Lediglich für Pflanzenmilch zahlen Kund:innen häufig einen Aufpreis von bis zu 0,60 €. Auch im Segment Burger zeigen einige Unternehmen, dass pflanzliche Optionen günstiger sein können.

Preisstudie 2025

ProVeg hat erneut die Preise pflanzlicher Alternativprodukte und ihrer tierischen Pendants in deutschen Supermärkten untersucht. Die Preisstudie 2025 zeigt: Wer pflanzlich einkauft, kann sich bei vielen Produkten über günstigere Preise freuen.

Methodisches Vorgehen

Untersuchungsrahmen und Auswahl 

  • Grundlage: Top-100-Unternehmen der Markengastronomie in Deutschland (gemäß foodservice 2024/25) aus den Bereichen Quickservice, Fullservice und Verkehrsgastronomie.
  • Segmentierung: Erstmals getrennte Auswertung nach Kerngeschäften in den 3 Marktsegmenten: Burger, Pizza/Pasta und Backshops.
  • Ausschlusskriterium: – Buffetkonzepte und klassische Kaffeehäuser waren vom Ranking ausgeschlossen.
  • Datengrundlage: Digitale Speisekarten und Sortimentsübersichten (Stand: Januar 2026). Aktionsprodukte im Rahmen des Veganuary wurden in die Bewertung einbezogen.

Bewertungssystem: Quantitative und qualitative Bewertung des pflanzlichen Angebots auf einer stufenlosen Skala.

  • Speisen: In den Segmenten Burger und Pizza/Pasta umfasste die Bewertung Vor- und Hauptspeisen sowie Desserts. Im Segment Backshops berücksichtigte das Ranking herzhafte und süße Snacks.
  • Alternativen: Die Auswertung erfasste die gesamte Bandbreite der verwendeten pflanzlichen Alternativen zu Fleisch, Käse und Milch.
  • Marketing und Strategie: Die Analyse untersuchte strategische Instrumente wie das Menü-Nudging*, die Kennzeichnung und die Preisgestaltung sowie weitere Kommunikationsmaßnahmen.

* Als Nudging wird die Anordnung und Präsentation von Speisen und Getränken bezeichnet, die Gästen einen Anreiz schaffen sollen, sich für diese Produkte zu entscheiden.


ProVeg verändert die Markengastronomie und wirkt auf die künftige Ausrichtung ein. Diese trägt aufgrund ihrer großen Reichweite einen wichtigen Teil dazu bei, Gäste an gesünderes und nachhaltigeres Essen heranzuführen. ProVeg Food Services gibt dabei Impulse und steht Unternehmen unterstützend zur Seite.


Eine Frau mit langen braunen Haaren steht im Freien vor grünem Laub und einem unscharfen Haus im Hintergrund und lächelt sanft. Sie trägt ein gemustertes Oberteil und wirkt ruhig und zufrieden.

Lea Particke

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